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Die medizinische Verwendung von Stevia:
Allgemein: Häufiger und regelmäßiger Zuckerkonsum (die
Deutschen verzehren durchschnittlich 110 Pfund pro Jahr und Kopf) ist dadurch
auch mitverantwortlich für Schwankungen des Blutzuckers, Diabetes, Entzündungen
der Magenschleimhaut, Vitamin-B-Mangel, Hyperaktivität bei Kindern, Schwächung
des Immunsystems, Fettleber, Übergewicht, Krebs, Akne, Depressionen,
Herzinfarkt, Colitis und Kinderlähmung. Durch das Süßen der Speisen und Getränke
mit Stevia können diese Zuckerbegleitenden negativen Einflüsse weitgehend
ausgeschaltet werden.
Blutzucker senkende Wirkung:
Im Jahr 1966 hat Professor Miguel Ovidio eine Studie
durchgeführt und schrieb in seinem Bericht, dass Stevia als Antidiabetikum
eingesetzt werden kann. 1970 wurde auf dem Internationalen Diabetes-Kongress in
Brasilien, der These von Prof. Dr. Carlos A. Oviedo, "Effects of Ka´a He´ê"
(Stevia rebaudiana Bertoni) auf Blutzuckers zugestimmt. Die Zustimmung bezog
sich auch auf die Untersuchungen von1969, unter der Leitung von Professor Derek
HR (Nobelpreis für Chemie) vom Imperial College of Science and Technology in
London. 1970 erklärte Dr. Carlos A. Oviedo von der Fakultät für Medizin ,
die Wirkung von Ka´a He´ê auf die Senkung des Blutzucker. Er stellte dem 7.
Internationalen Kongresses der Diabetes in Buenos Aires 209 Informationen
zur Verfügung, die die blutzuckersenkende Wirkung bestätigten. Diese schon
damals bekannte Wirkung auf den Blutzucker, wurde in der Zwischenzeit durch
viele wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. So wurden im Jahr 2000 in
einer Doppelblind-Studie, die mit Placebos kontrolliert wurde, ebenfalls eine
blutdrucksenkende Wirkung bei 100 chinesischen Männern und Frauen festgestellt,
die an Bluthochdruck litten. 60 Personen mussten dreimal täglich Kapseln mit
Steviosiden nehmen während die anderen Magnesium bekamen. Der Test lief über ein
ganzes Jahr und es fanden monatliche Kontrollen statt. Die Gruppe die Stevioside
bekam, zeigte nach drei Monaten eine erhebliche Verbesserung des systolischen
und diastolischen Blutdrucks, die auch das ganze Jahr über anhielt.
Stevia bei Diabetis:
Für Menschen die an der Zuckerkrankheit leiden und dadurch
eine eingeschränkte Lebensqualität hinzunehmen haben, ist Stevia ein Lichtblick.
Sie können all das zu sich nehmen, was auch Gesunde genießen, wenn die süßen
Leckereien mit Stevia zubereitet werden. In vielen Ländern, wo Stevia als
Zuckerersatz zugelassen ist, gibt es schon heute Stevia-Schokolade, Stevia-Eis,
Stevia Taps usw.
Wenn dann noch das naturbelassene Kraut oder die ganzen
getrockneten Blätter der Stevia Pflanze verwendet werden, besteht die
Möglichkeit, Zuckerkranken zu helfen. So konnte man bei Diabetes Typ II
beobachten, dass sich die körpereigene Insulinproduktion langsam aber merklich
verbesserte. Im Frühstadium der Diabetes-Krankheit konnte die Bauchspeicheldrüse
in vielen Fällen ihre Funktion wieder vollumfänglich aufnehmen und in noch mehr
Fällen mutmaßt man, dass eine Stevia-Prophylaxe einen symptomatischen
Krankheitsverlauf unterbunden hat.
Plaquehemmende Wirkung des Stevia:
Stevia beugt Karies und Zahnfleischerkrankungen vor. Stevia
hemmt nicht die Vermehrung des Streptococcus mutans, sondern die Plaquebildung,
ein klebriger Biofilm mit unfassbar vielen zusammengeklumpten Bakterien. Genau
dieser Plaque ist gefährlich, da er dem Bakterium ermöglicht, sich am Zahn
anzulagern. Erst dann entstehen die Löcher in den Zähnen. Der Streptococcus m.
bildet jedoch keine Plaque, wie es bei Steviosid der Fall ist, das Bakterium ist
pracktisch ungefährlich, da es frei im Mund, keinen Schaden anrichten kann. Denn
der Streptococcus m. gibt bei "Fütterung" mit Steviosid keine sauren
Stoffwechselprodukte mehr ab. Folglich kann keine Plaque gebildet werden und der
Zahn bleibt gesund. Diese Kenntnisse nutzen auch die Hersteller von
Zahnpflegekaugummis, die auch meist den pH- Wert im Mund auf neutrale 7
einstellen. Stevia Bonbons sind in Brasilien der Renner bei Kindern und
Erwachsenen, da Stevia 0 Kalorien hat und die Zähne nicht angreift
Stevia bei Neurodermitis:
Wir wissen, dass der normale Haushaltszucker den Juckreiz bei
Neurodermitikern erhöht. Die beste Lösung ist somit, alle zuckerhaltigen
Nahrungsmittel zu vermeiden. Da aber das Verlangen auf Süßigkeiten zu den
Festtagen (z.B. Ostern und Weihnachten) sehr groß ist, bedeuten der Verzicht auf
Zucker die Einschränkung der Lebensqualität. Stevia der ideale Ersatz, da das
Stevia keinen Juckreiz auslöst. Andere Süssstoffe bieten einen besseren Ersatz
als Zucker, sind aber auch nicht bedenkenlos. Speziell beim Aufbau der Darmflora
wirken sich diese synthetischen Produkte negativ aus. Was liegt also näher, als
ein zuckerloses aber trotzdem süßes Naturprodukt zu suchen, Stevia bietet alle
diese Eigenschaften.
Stevia bei Fettleibigkeit:
Personen, die an Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht)
leiden haben oft psychische Probleme, die über lange Zeit verdrängt wurden und
der Ausgleich in übermäßigem Essen gesucht wird. Andere Auslöser sind: Fastfood,
Langeweile, Frust, Stress, zu wenig Bewegung und Arbeit im sitzen. Bei
Übergewicht wird das nötige Insulin vom Körper noch produziert, aber er schafft
es nicht mehr, die riesigen Mengen abzubauen. Gewichtsreduzierung könnte diese
Problem einfach lösen. In der Praxis ist es aber fast unmöglich. Ein
konsequentes süßen der Speisen und Getränken mit Stevia hilft dabei, die
überflüssigen Kalorien abzubauen, ohne das die Lebensqualität darunter leidet.
Wikipedia.org schreibt dazu:
"Bei
einer jährlichen Energieaufnahme von etwa 1 Million Kilokalorien führt bereits
eine geringe Veränderung der Energiebilanz zu erheblichen Gewichtsschwankungen."
Stevia eignet sich bestens dazu.
Literatur:
Cámara Paraguaya de la Stevia
Web Capaste
Instituto Agronomico Natonal Programma de Stevia, Javier Casacia & Edgar
Alvarez
IAN San Lorenzo
Weitere Seiten:
Stevia Geschichte
Stevia Sorten, Anbau und Vermehrung
Stevia Schädlinge und Krankheiten
Stevia in der Medizin |